Informationen sind ein bedeutender Bestandteil unseres kulturellen und wissenschaftlichen Erbes. Historische Ereignisse, kulturelle Leistungen und insbesondere wissenschaftliche Erkenntnisse liegen zunehmend ausschließlich in elektronischer Form vor.
Diese Veränderung zieht neben den zahlreichen Vorteilen, speziell in Hinsicht auf die erleichterte Benutzung, auch verschiedene Herausforderungen an Gedächtnisorganisationen nach sich. So führt der rasante technische und technologische Fortschritt zu einer schnellen Alterung von Hard- und Softwareumgebungen, Datenträgern und Dateiformaten. Dies hat eine akute Gefährdung der langfristigen Nutzbarkeit digitaler Objekte zur Folge, also auch von bedeutenden Quellen für Wissenschaft und Forschung.
Archivierende Institutionen der wissenschaftlichen und kulturellen Informationsversorgung erfahren durch die digitale Langzeitarchivierung eine umfassende Erweiterung ihres Aufgabenspektrums. So gewinnen neben bekannten und kontinuierlich durchzuführende Methoden zur Bestandserhaltung analoger Medien (z.B. Massenentsäuerung) auch neue Maßnahmen zur Erhaltung der Langzeitverfügbarkeit digitaler Informationen immer größere Bedeutung.
Goportis hat die Verantwortung der digitalen Langzeitarchivierung erkannt und erarbeitet – gemeinsam mit nationalen und internationalen Kooperationspartnern - zurzeit eine Langzeitarchivierungsstrategie. Durch Bündelung von Ressourcen, Wissen und Erfahrung werden geeignete Strategien zur dauerhaften Benutzbarkeit digitaler Daten entwickelt. Goportis strebt dafür eine gemeinsame technische Umsetzung an.
Ein wichtiger Meilenstein in dieser erfolgreichen Zusammenarbeit ist das Pilotprojekt Langzeitarchivierung, in welchem seit April 2010 kooperativ am Aufbau eines LZA-Systems gearbeitet wird.