Das Goportis LZA-Projekt

Am 1.April 2010 startete das Goportis-LZA-Pilotprojekt, in dessen Verlauf Strategien zur Erhaltung der digitalen Bestände und Anforderungen an ein OAIS-konformes digitales Langzeitarchivsystem erarbeitet wurden. Hierfür wurde nach einer Analyse auf dem Markt vorhandener Produkte das Langzeitarchivierungssystem Rosetta der Firma Ex Libris ausgewählt. 

Einer ausgiebigen 18-monatigen Testphase, in deren Verlauf das System konfiguriert, Workflows implementiert und Schnittstellen entwickelt und angepasst wurden, schloss sich die nächste Projektphase an, in der das Systems unter Produktivbedingungen getestet wurde. Für den Projektfortschritt war die intensive Kooperation von Spezialistinnen und Spezialisten aus den Bereichen IT-Entwicklung, Bibliothek und digitaler Langzeitarchivierung von erheblicher Bedeutung.

Nach der Erfüllung letzter infrastruktureller Anforderungen konnte das Langzeitarchivierungssystem in den Produktivbetrieb überführt werden. Die Goportis-Partner betreiben das Langzeitarchivierungssystem gemeinsam als Konsortium; die TIB hostet und administriert es und stellt den Partnerinstitutionen das Angebot zur Verfügung.

Es ist geplant, das digitale Langzeitarchivsystem zertifizieren zu lassen und dabei über den bloßen Nachweis vertrauenswürdiger Speicherung hinauszugehen. Die dafür erforderlichen Dokumentationen und Strategiepapiere werden gemeinsam erarbeitet.

Zusätzlich soll die digitale Langzeitarchivierung auch anderen Institutionen als Dienstleistung angeboten werden. Die gesammelten Erfahrungen im konsortialen Betrieb des Langzeitarchivierungssystems, insbesondere die getrennte Verwaltung der Goportis-Partnerinstitutionen und ihrer Bestände, bieten dafür eine ausgezeichnete Basis. 

Für den weiterhin erfolgreichen Betrieb von Rosetta steht Goportis in regem Austausch mit anderen Institutionen und beteiligt sich auf nationaler wie internationaler Ebene in Netzwerken und Kooperationen.